Ardeko erhält Zertifikation "LEED-Platinum"

Das international aktive Architekturbüro be baumschlager eberle freut sich mit dem Bauherren HEDF und dem Eigentümer Ivanhoé Cambridge über die Zertifizierung „LEED Platinum“ für das kürzlich eröffnete Bürohaus Ardeko in Boulogne-Billancourt (F). Geprüft nach den Standards des U.S. Green Building Council erlangte Ardeko die höchste Bewertungsstufe. Dabei wurden Standortkonzept, Wasserverbrauch, Energieverbrauch, Schutz der Erdatmosphäre, Verwendung von Baustoffen und Innenausbau bewertet.
Mitten im attraktiven Neubaugebiet nahe der Seine gelegen, kann be baumschlager eberle 2009 den Wettbewerb für das „Ardeko“ an der Avenue Emile Zola für sich entscheiden. Der Name des Romanciers ist Programm: Die gründerzeitliche Stadt wird fortgeschrieben. Blockrandbebauung mit Innenhöfen ist das tragende Thema, um klassische Urbanität zu generieren. Wie geht nun be baumschlager eberle mit diesem vertrauten Motiv um? Vorweg, Dichte und Transparenz charakterisieren die neue Bebauung, Akzente werden aus der Höhenentwicklung gewonnen und eine modulare Entwicklung des Areals vorgegeben. Es sind insgesamt drei Baukörper für Büronutzung, die hier realisiert werden. Der südlichste an der Ecke zur Rue Marcel Bontemps manifestiert sich dank seiner schlankeren Proportionen als Turm, während die folgenden Gebäude durch ihre abgestuften Oberkanten in die Tiefe der Avenue verweisen. Brücken verbinden die Gebäudeteile, darüber ist Luftraum, sodass Einschnitte in der Ansicht des gesamten Ensembles entstehen, die den skulpturalen Impetus der Architektur akzentuieren. Gerade dieses Anknüpfen und Offen-Lassen manifestiert sich auf Erdgeschossebene in zwei Torsituationen, welche auf den gemeinsamen Innenhof verweisen. Dort macht sich die hohe Dichte an der Straße für die Nutzer des Ensembles bezahlt, weil sie vom weitgehend freigespielten Grünraum profitieren. Über den repräsentativen Entrées entwickeln sich in den Obergeschossen nutzungsneutrale Büroflächen, aufgespannnt zwischen Fassaden und Erschließungskernen. Hier können Arbeitswelten entwickelt oder verändert werden, um den wandelnden Anforderungen der Dienstleistungsgesellschaft gerecht zu werden.