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Öko-Hauptschule

Adresse
Mäder, A

Bauherr
Gemeinde Mäder
Mäder, A

Mäder, ein ursprünglich armes Dorf an der Landesgrenze zur Schweiz, bemüht sich seit einigen Jahren um den Status einer „Öko - Gemeinde“. Das ortsplanerische Konzept schließt auch eine Folge von öffentlichen Wegen und Plätzen ein. Dieses fußgängerfreundliche Netz verdichtet sich im Bereich der „neuen Mitte“, wo alle schulischen und kulturellen Einrichtungen liegen, unter anderem der von Baumschlager & Eberle entworfene Gemeindesaal (1995). Der Neubau der Öko -Hauptschule hat das Ortszentrum erheblich aufgewertet. Durch die Stellung der beiden oberirdisch getrennten Baukörper sind nicht nur zwei neue Außenräume entstanden (öffentlicher Platz und Schulhof), sondern auch klare Raumkanten.

Das über Niveau viergeschossige Schulhaus wie auch die flache, weil zu einem Drittel ins Erdreich abgesenkte Doppelturnhalle sind kompakte Baukörper mit einem möglichst geringen Flächen- und Energieverbrauch. Der Entwurf orientiert sich an den engen Zusammenhängen zwischen Form, Funktion, Ökonomie und Ökologie. Die rundum zweischichtige Fassade des Schulhauses besteht aus einer Holz - Glas - Konstruktion, die von einem hinterlüfteten Mantel aus geschuppten Glaslamellen umhüllt wird. Durch die je nach Sonnenstand wechselnden Zustände von Transparenz ändert sich die Erscheinung des Baukörpers: von seiner Entmaterialisierung im Streiflicht bis hin zum Spiegel der Umgebung. Die weitgehende Verglasung der Fassaden ermöglicht zusammen mit einem zentralen Lichtschacht und Oberlichtbändern in den Kastenwänden aus Holz eine natürliche Durchbelichtung der Geschosse, trotz ihrer Grundfläche von 27 mal 27 Metern.
Auf den Normalgeschossen gruppieren sich jeweils sieben außen liegende Klassenzimmer um einen großzügigen Pausenbereich. Ökologischer Ansatz, Raumökonomie und Raumqualität sind in diesem Gebäude eine Synthese eingegangen.

Planung
be Lochau

Projektleitung
Rainer Huchler

Grundstücksfläche
5.860 m²

Gebäudegrundfläche
2.011 m²

Nutzfläche
3.728 m²

Umbauter Raum
23.171 m³

Planungsbeginn
1994

Baubeginn
1996

Fertigstellung
1998

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