Adresse
Wien-Schwechat, A
Bauherr
FWAG Flughafen Wien AG
Wien, A
Offene Strukturen für steigende Mobilität
Flughäfen bilden herausragende Zeichen unserer mobilen Gesellschaft. Sie verlangen nach ebenso herausragender Architektur: als flexible Hülle künftiger Nutzungen, die sich um das Kerngeschäft Passagierabfertigung ranken.
Als der Flughafen Wien schrieb 1999 einen Realisierungswettbewerb für die Neugestaltung seines Areals ausschrieb, galt es, der wachsenden Dienstleistungsstadt eine Mitte zu geben, Passagierströme durch ein neues Gebäude aufzufangen und den Airport für künftiges Wachstum zu rüsten. Das neue Tor zum Himmel schließt mit einem elegant gebogenen Baukörper direkt an den bestehenden Terminal 2 an. Zwei Piers bieten Parkpositionen für ankommende und abfliegende Maschinen. Die Nordseite des ersten Piers ist mit acht Andockpositionen für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge besetzt, die Südseite mit neun, wovon eine sogar für Riesen wie den Airbus A380 ausgelegt ist. Der dazugehörige Terminal mit 76.000 Quadratmetern Grundfläche umfasst 72 Check-In-Schalter, Läden und Lounges sowie den direkten Zugang zu Parkhäusern und dem unterirdischen Bahnhof. Später lässt sich das Projekt durch den Pier Nord erweitern.
Nutzungsneutralität und Flexibilität lauteten die zentralen Gestaltungsmaximen. Terminal und Pier setzen sich aus sieben beziehungsweise zehn gleichen Teilen zusammen. Die Architekten schufen eine offene Struktur, die den Bewegungsströmen standhält, Orientierung bietet und den neuen Skylink nicht zum bloßen Durchgangsraum macht, sondern ihm Charakter verleiht. Das markante Dach bildet den gestalterischen wie logistischen Schlüssel der Anlage, es überspannt den gesamten Terminal und schafft eine zusammenhängende Einheit. So haben die Architekten die Halle als erlebbaren Rahmen entworfen, gleichsam als Maschinenhalle der Bewegung, die der entfesselten Mobilität mit ruhiger Geste antwortet.
Planung
ARGE Itten Brechbühl AG / B & E Baumschlager Eberle GmbH
Wien, A
Projektleitung
Tim-Philipp Brendel
Mitarbeiter
Gilles Chardayre
Michael Hanzl
Cesar Kos
Maria Jeddy
Marc Jenk
Morten Loes
Franz Pleterski
Matus Repassky
Valentin Scheinost
Alfed Sedlacek
Wettbewerb
1999
Platzierung
1. Preis
Grundstücksfläche
656.000 m²
Gebäudegrundfläche
44.000 m²
Nutzfläche
161.000 m²
Umbauter Raum
1.010.000 m³
Planungsbeginn
2000
Baubeginn
2005
Fertigstellung
2012
