Entwicklung Wiesentalareal
St. Gallen, Schweiz

Die Ziele

Wettbewerbsvorgabe für die Bebauung des Areals war es, die Gründerzeitvilla trotz Schutzstatus abzubrechen. Gegen diese Vorgabe, die in St. Gallen recht umstritten war, setzte der Entwurf auf einen Erhalt und sah auf dem Restareal eine Bebauung in die Höhe vor. Mit einem Turm sollte das Areal seine städtebauliche Funktion zurückerhalten: als Schnittstelle zwischen Zentrum und Peripherie, zwischen Zukunft und Vergangenheit. Ein weiterer Anspruch war es, aus Turm und Villa ein hochwertiges Ensemble zu schaffen, das vielfältigen Mehrwert schafft. 

Die Umsetzung

Es blieb beim Entwurf, die Zulassung zur Wertung blieb aus. Allerdings bildete sich eine Bürgerbewegung für den Erhalt der Villa und erwirkte ein Abbruchverbot. Im Entwurf zeigt sich die architektonische Qualität des Turms in den eleganten Proportionen der Gesamtform und einem Rahmenwerk, das, mit dem Akzent des Rückschnittes, ein harmonisches Ganzes bildet. Die Fassaden sind in Form von Ziegel-Lisenen und Ziegelgesimsen vorgesehen, einem Material mit Ortsbezug. Mittels großer Überstände, Verschattungen und Lichtführung durch die Lochfassade würde die raumhaltige Fassade energetisch optimiert. 


Das Ensemble als Zeitreise. Und als Schöpfer eines neuen Orts
Durch eine gemeinsame Tiefgarage sollte eine freie Oberfläche zwischen Turm und Villa entstehen und damit ein Platz, der seine Spannung aus der Positionierung des neuen Hochhauses zum historischen Gebäude bezieht, der statisch oder dynamisch erlebbar ist. Ein besonderer Ort der Kommunikation und Kontemplation.

Die Merkmale

Der Turm ist vornehmlich für eine Büronutzung konzipiert, mit Gewerbeeinheiten und Cafénutzung im Erdgeschoss. Durch die Aufspannung der Raumflächen zwischen der tragenden Fassade und dem tragenden Kern lassen sich alle zeitgemäßen Arbeitswelten umsetzen und schnell verändern. Zudem ist es problemlos möglich, auch attraktive Wohnungen zu realisieren. Hohe Flexibilität im Umgang mit den Nutzflächen – auch das war im Entwurf ein weiterer Eckpfeiler nachhaltigen Bauens.  


Ökologisch auf der Höhe der Zeit. Und bei der Raumqualität.
Haushälterischer Umgang mit allen Mitteln bei geringstmöglicher Belastung der Umwelt – unter diesen Vorzeichen wurde der Baukomplex entworfen. Ebenso wichtig: eine hohe Raumqualität durch Miteinbezug der natürlichen Ressourcen. Passive Elemente, wie raumhaltige Fassade und M-Gläser sollten für ein behagliches Temperaturniveau sorgen. Ökologie trifft Gründerzeit: Auch für die Villa war eine Sanierung der historischen Gebäudehülle vorgesehen, um die Schönheit der Fassaden wieder aufleben zu lassen.

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