Landeskrankenhaus
Bregenz, Österreich

Die Ziele

Eine 275-Betten-Klinik bei laufendem Betrieb sanieren und erweitern – das war der Heilplan für das Landeskrankenhaus Bregenz. Die historisch gewachsene Situation sollte städtebaulich geklärt, die interne Organisation optimiert und die Aufenthaltsqualität für Patienten und Personal verbessert werden. Es galt, moderne medizinische Infrastruktur, die Ökonomie der Mittel und architektonische Qualität zu verbinden. Und zwar so, dass das LHK nicht nur zeitgemäße Baustandards erfüllt, sondern auch auf zukünftige vorbereitet ist.

Die Umsetzung

Die Sanierung und Erweiterung erfolgte in mehreren Etappen. Zunächst entstanden zwei neue Anbauten, die das Haupthaus aus den 1970er Jahren ergänzen – der Westtrakt mit Haupteingang, Café und Dienstzimmern sowie der Ostflügel mit Unfallambulanz und Stationen. Er ist geprägt durch innovative Grundrisse: Ein interner lichtdurchfluteter Treppenraum verbindet drei Etagen der Kinder- und Frauenklinik. In der Intensivstation im vierten Obergeschoss erweitert eine Auskragung den Raum.


Neuordnung der Funktionen. Und kurze Wege für erste Hilfe
Um die internen Abläufe zu optimieren, wurden Funktionen neu geordnet und Anbindungen verbessert. Nun gibt es kurze Wege bei den Notfallbereichen: Der Hubschrauberlandeplatz, als Stahlplattform auf das Hauptgebäude aufgesattelt, ist über das zentrale Treppenhaus mit dem OP-Bereich im Erdgeschoss verbunden, die Rettungszufahrt liegt in direkter Nähe der neuen Unfallambulanz.

Die Merkmale

Eine elegante Fassade aus hellen, opaken Glasscheiben umgibt die Neubauten und den thermisch sanierten Bestand. Der homogene Überzug macht das klar geschnittene, vielfach gestaffelte Bauvolumen zu einer kristallin-abstrakten Skulptur. Als ruhige, prägnante Großform ragt diese aus der heterogenen Wohnbebauung im Umfeld heraus. 


Mehr Komfort, schöne Ausblicke, angenehme Atmosphäre
Auch die Patientenzimmer wurden nach und nach saniert und neu organisiert. Sie sind nun größer und komfortabler; die Betten sinddirekt zum Fenster ausgerichtet. Wesentlich für die Errichtung der Außenanlagen waren eine klare Organisation der Funktionen, hohe Aufenthaltsqualität und „Grün-Gestaltung“ beim Blick aus den Stationen. Im Inneren schaffen hochwertige Materialien und freundliche Farben eine angenehme Atmosphäre, die im ganzen Haus wirkt. Und zum Gesundwerden beiträgt.

Wissenswertes

Die besondere Herausforderung war es, den optisch-haptischen Gestaltungsanspruch mit den medizintechnischen, pflegerischen und hygienischen Vorgaben zu vereinbaren.

Erleben
Präsentationsmodus
Merken & Speichern
DEFAULT!