Nordwesthaus
Fußach, Österreich

Die Ziele

Die Verwandlung eines ehemaligen Kieswerks in einen hochwertigen Hafen am Bodensee sollte in die nächste Runde gehen. Gefragt war eine Ergänzung des bereits errichteten Hafenbüros. Ein neues Gebäude als Treffpunkt am Hafen mit Doppelnutzung: einerseits Bootshaus, andererseits Clubhaus für Veranstaltungen. Und: Es sollte ein architektonisches Statement werden, das dennoch Bezug nimmt zu seiner Umgebung aus Wasser, Natur und Schiffen: Ein geheimnisvolles und anziehendes Objekt.

Die Umsetzung

Es entstand ein Kubus aus Beton und Glas, 7 x 14 Meter im Grundriss, 14 Meter hoch, an der äußersten Kante der Anlegestelle und Liegeplätzen positioniert. Die Tragkonstruktion ist in einer rational ungewöhnlichen Form aufgelöst, die amorphe Betonstruktur wirkt wie Wasserpflanzen, die in die Höhe wachsen. Die transluzente Glashülle schafft ein Maximum an Belichtung und eine faszinierende Form der Transparenz und Durchsicht. Auf Wasserniveau befindet sich das Bootshaus, im oberen Stock der neun Meter hohe Clubraum.


Schwebende Lichtskulptur am Wasser
Durch die Form der Betonträger und die eisblumenartig texturierten Glasscheiben – Ice Age Glas –, entsteht eine ständig wechselnde Belichtungssituation. Tags wird der Innenraum zum Kaleidoskop der Umgebung, während Reflexionen der umgebenden Wasserflächen das Äußere „bewegen“. Nachts macht ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept das Nordwesthaus zur weithin sichtbaren Lichtskulptur am Wasser. Architektur als Poesie.
 

Wissenswertes

Mit dem Projekt wurden verschiedenste Herausforderungen gelöst: Minimales Budget, technische Innovation für Statik und Hülle und einige erhebliche Problematiken in Sachen Genehmigungsfähigkeit.

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