Pflegeheim Birkenwiese
Dornbirn, Österreich

Die Ziele

Gewohntes im Ungewohnten finden: Die Übersiedlung in ein Pflegeheim stellt für einen Menschen den Bruch der eigenen Umgebung dar. Und das in einem Lebensalter, in welchem die meisten für massive Veränderungen kaum aufnahmebereit sind. Ein Pflegeheim zu entwerfen, ist eine immense Herausforderung – aber vor allem Verantwortung.

Das beginnt schon bei der städtebaulichen Disposition: An der Birkenwiese in Dornbirn entstand durch Baumschlager Eberle Architekten ein Areal, welches nicht als soziale Einrichtung, sondern vielmehr als persönliche Adresse empfunden wird. Das Gebäude soll den Bewohnern die Angst vor dem Neuen nehmen. Vertraute Elemente aus dem bisherigen Umfeld wie Holz, Gärten und Fensterläden wecken Erinnerungen – und unterstützen die Chance zum Neustart des eigenen Lebens.

Wissenswertes

Wir wollten ein Haus schaffen für die Bewohner, wie sie es von zu Hause gewohnt waren – daher die Kassetten, die Fensterläden, vor allem die Gärten.

Die Umsetzung

Der viergeschossige Neubau präsentiert sich als massiver, ineinander verschränkter, Z-förmiger Baukörper mit Klinker-Lochfassade und Flachdach. An der Birkenwiese findet sich nicht nur ein abgeschirmter Innenhof für den allgemeinen Gebrauch und mehrere Dachgärten sondern auch ein „Erinnerungsgarten“ für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Als Basismodul für die insgesamt 105 Wohnräume des Heimes dienen Gemeinschaften mit je 15 Zimmern in einem Trakt und pro Etage gibt es zwei Trakte, die vom Pflegepersonal gut betreut werden können. Jede der Gemeinschaften verfügt über ihr eigenes Esszimmer, einem „Stüble“ samt Balkon, womit die Nähe zum vertrauten Wohnen hergestellt wird. Raumorganisation erlaubt den Bewohnern ausgewogene Mischung aus Privatheit und Gemeinschaft

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