Universitätsgebäude La Maison du Savoir
Esch-sur-Alzette, Luxemburg

Die Ziele

Der Entwurf für dieses Gebäude geht auf einen internationalen Wettbewerb zurück, den Baumschlager Eberle Architekten in Kooperation mit Christian Bauer & Associés für sich entschied. Das Ziel: ein neuer Startpunkt für den Campus der Universität Luxemburg. Nichts weniger als das Herzstück der neuen »Cité des sciences«.

Die Umsetzung

Ein Zeichen für die Zukunft und eine Reminiszenz an die Historie des Standortes: Das Maison du Savoir wurde von Baumschlager Eberle Architekten als Zentrum des neuen Campus der Universität Luxemburg erdacht und in Kooperation mit Christian Bauer & Associés als weithin sichtbares Wahrzeichen realisiert. Auf dem Gelände der ehemaligen Stahlindustrie im Stadtteil Belval von Esch-sur-Alzette entstand ein Hochschulgebäude, das als Landmark den Wandel des ehemaligen Geländes für die Stahlproduktion zu einem modernen Bildungsstandort symbolisiert.

Wissenswertes

Die Fassade spielt eine maßgebliche Rolle: Auf der einen Seite geht es um eine physikalische Notwendigkeit, die mit Schatten, Regen und Wind zu tun hat, und auf der anderen Seite geht es darum, dass das Gebäude eine gewisse Stärke aufweist, die dem Dialog mit dem Ort und seiner Vergangenheit des Stahlkochens standhält.

Die Merkmale

In vielerlei Hinsicht sucht das Maison du Savoir den Brückenschlag zu jener Zeit, als auf dem 27,3 Hektar großen Areal »Terrasse des Hauts-Fourneaux« noch Stahl produziert wurde. Mit seinen 18 Etagen und einer Gesamthöhe von 85 Metern orientiert sich der Turmbau an den Dimensionen der ehemaligen Hochöfen. 

 

Schwebender Mittelpunkt.

Für das subjektive Gefühl des Schwebens sorgen Spannbetonkonstruktionen, die ab der zweiten Etage auskragen. Städtebaulich wird der »Place du Saint-Esprit« im Norden mit den Freiräumen für die Bibliotheks- und Institutsgebäude im Süden verbunden. Das Maison du Savoir stellt so einen urbanen Kontext her, ohne seine solitäre Position und den skulpturalen Charakter aufzugeben.

Für die Fassade wurde eine doppelschalige Konstruktion gewählt. Die innere Schicht bildet die Klimagrenze des Hauses, die äußere umhüllt als stählerne Wabe das Gebäude, wobei sich der Grad der Durchsicht und damit die Belichtung regulieren lassen. Das Maison du Savoir verfügt über hohen Nutzerkomfort, das keiner mechanischen Lüftung oder Kühlung bedarf. Nur die großen Hörsäle verfügen über entsprechende Lüftungsanlagen. Im Inneren wurde ein Programm entwickelt, das vielfältige Nutzungsmöglichkeiten zulässt. Auf seinen 50.000 m² sind mehrere Hör- und Konferenzsäle, Professorenbüros, Verwaltungsräume und Gastronomie untergebracht. Die Lehrräume und Professorenzimmer sind so angeordnet, dass ein Netz aus Wegen, Brücken und Plätzen entsteht, die mit dem Außenraum korrespondieren.

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