Jheronimus
s'Hertogenbosch, Niederlande

Wohnungsbau


Die Ziele

In der niederländischen Stadt ´s-Hertogenbosch war auf einem ehemaligen Industrieareal, gegenüber der mittelalterlichen Altstadt ein neues Wohn- und Büroviertel geplant. Eine urbane Mischung mit insgesamt 1.400 Wohnungen, 180.000 Quadratmetern Bürofläche, mit Schulen und Restaurants. Dieses neue Viertel sollte einen Orientierungspunkt erhalten.

Die Umsetzung

Es entstand eine neue Landmarke für die Stadt. „Jheronimus“, benannt nach dem Maler Hieronymus Bosch, der hier lebte, ist ein eleganter, zurückhaltend gestalteter 74 Meter hoher Solitär. Am südlichen Eingang des neuen Viertels platziert, bietet der Turm auf 22 Etagen 85 Wohnungen unterschiedlicher Größe sowie im Erdgeschoss Läden, Cafés und eine Terrasse über der neu angelegten Gracht. 

 


Wohnhochhaus mit Ausstrahlung

Der Turm zollt der mittelalterlichen Kathedrale und einem 1970er-Jahre-Bürohochhaus Respekt, indem er sie an Höhe nicht überragt – und nicht durch kapriziöse Konstruktionen oder plakative Farbigkeit auftrumpft. Vielmehr bildet er in seiner klaren quadratischen Form einen ruhigen Fixpunkt zwischen den heterogenen Neubauten des Viertels. „Jheronimus“ bietet alle Vorzüge eines Solitärgebäudes und steht dennoch im Dialog mit seiner Umgebung.

Die Merkmale

Mit einer zweifachen Abstufung ist das Volumen unterteilt in Sockel, Schaft und Krone. Die unteren Etagen haben auskragende, umlaufende Balkone, die Geschosse darüber integrierte Loggien. Das mit 28 x 28 Meter an der Basis relativ schmale Hochhaus ermöglicht eine Orientierung der meisten Wohnungen mindestens nach zwei Seiten – ein Penthouse-Privileg. Die Stahlbetonkonstruktion mit tragendem Kern und einem Stützenraster von 3,90 Metern erlaubt einen flexible Innenraum-Einteilung. Hohe Standards bei Materialien und Wärmeschutz sind selbstverständlich.

 


Raffinierte Doppelfassade. Verschiebbare Glastafeln.

Als homogene und dennoch variierende Hülle verleiht die Doppelfassade dem Baukörper eine vielschichtige Oberfläche, und sie ermöglicht den Bewohnern auch einen individuell gestaltbaren Ausblick. Die äußeren Glastafeln aus strukturiertem, halbtransparentem Glas lassen sich als Sicht- und Wetterschutz beliebig verschieben. Die obersten fünf Etagen sind mit heller wirkendem, weißem Spiegelglas verkleidet. Sie wecken Assoziationen an einen Leuchtturm und unterstreichen die dezente Präsenz von „Jheronimus".

Willem Bruijn, Projektarchitekt

„Eine besondere Qualität des Projekts liegt in seiner hohen Flexibilität. Das bedeutet nicht nur Freiheit im Wohnungsmix und innerhalb der Einheiten. Es ist mehr, es ist eine Flexibilität für die Zukunft.“

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