Stennazentrum
Flims, Schweiz

Mischnutzung


Die Ziele

Die beiden Ortsteile von Flims, Flims-Dorf und Flims-Waldhaus, sind durch den Taleinschnitt Val Stenna getrennt und waren bislang nur durch die Stenna-Brücke verbunden. Nun sollte an dieser exponierten, aber von wenigen Nutzungen begleiteten Stelle, ein neues multifunktionales Zentrum entstehen. 

Wissenswertes

Die Verwendung langlebiger, authentischer und robuster Materialien gibt dem Zentrum die Aura eines gewachsenen Ambientes, das über die Zeit hinweg klare Akzente setzt.

Die Umsetzung

Mit dem Stennazentrum ist ein Brückenschlag entstanden, welcher die Trennung der beiden Ortsteile aufhebt. Dabei zeichnen sich die Maßnahmen der Architektur durch die Klarheit der Intervention ebenso aus wie durch Zurückhaltung in ihren Dimensionen: Die Überbauung der Brücke markiert den neuen Ort in Flims, die Garagen liegen in den Untergeschossen, die drei neuen Wohnhäuser „fassen“ das Gelände. So wurde ein großzügiger Außenraum geschaffen – eine „Arena“ im fließenden Kontakt mit dem Naturraum. 

 

Raum zum Verweilen statt Durchgangsort 

Die Verkehrsflüsse wurden getrennt, ein neuer Vorplatz gestaltet, und im gedeckten Wartebereich können Busse halten. In den drei Geschossen der Überbauung sind Cafés, Läden, Dienstleister, ein Restaurant und ein Hotel untergebracht. Vom Restaurantgeschoss aus erfolgt auch die Anbindung an die „Weiße Arena“, das Skigebiet der Region Flims.               
 

Ulli Grassmann

Das Gebäude will sich nicht als Objekt in den Vordergrund spielen, sondern durch seine abstrakte Formulierung vielmehr als Teil der Topographie des Naturraums gelesen werden.

Ulli Grassmann

Die Merkmale

Das Volumen des Brücken-Baus wurde bewusst zurückhaltend aus der Situation formuliert. Horizontale „Platten“ erinnern an die Tektonik des Gebirgsmassivs. Transparenz und Massivität, Abstraktion und Selbstverständlichkeit bilden keine Gegensätze, sondern logische Ergänzungen. Das massive Tragwerk mit Punktstützenraster in Beton sorgt für maximale Flexibilität und nachhaltige Entwicklungsfähigkeit, sodass auf Änderungen im Gebrauch schnell und wirtschaftlich effizient reagiert werden kann.

 

Regionale Materialien als Botschafter

Das Stennazentrum präsentiert sich nicht nur als technische Leistung – es vermittelt eine Botschaft. Dazu tragen wesentlich die Materialien bei: Vorherrschend ist oberflächenbehandelter Beton in Verbindung mit regionalen Sanden und Kiesen, wodurch im Aussehen eine Nähe zu den Felsgebilden des Naturraumes entsteht. Die kristalline Struktur der Umgebung trifft auf die optische und haptische Qualität der „rauhen“ Architektur. Den Abschluss unter der Brücke bildet ein semitransparenter Vorhang aus Metallgittern, der die Ebenen der Tiefgarage verhüllt. 

Wissenwertes

Im Innenraum des Hauptbaus dominiert eine eigenständige räumliche Geometrie. Die öffentliche „Mall“ wird dabei durch die Materialität unbehandelten Stahls geformt und erhält so eine unverwechselbare Charakteristik.

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