Wohnquartier Finkenau, upTownhouses
Hamburg, Deutschland

Wohnungsbau


Die Ziele

Variable Stadthäuser mit kulturellem Anspruch: Auf einem Konversionsgelände nahe der Hamburger Innenstadt sollte ein urbanes Wohnquartier entstehen, das städtebauliche Qualität und Individualität beim Bauen verbindet. Sechs renommierte Architekturbüros und zwei Landschaftsarchitekten wurden mit der Entwicklung eines Konzepts für die „upTownhouses“ beauftragt.  

Tim-Philipp Brendel

Wir haben uns intensiv mit dem Charakter eines modernen Stadthauses auseinandergesetzt: Die Häuser sollten neben dem Gebrauchswert auch einen kulturellen Wert aufweisen.

Tim-Philipp Brendel

Die Umsetzung

Mit Blick auf den gemeinsamen Grundgedanken orientieren sich die Entwürfe an der Typologie eines Stadthauses. Formal und konstruktiv sind die 26 Stadthäuser zeitlos angelegt; Varianz entsteht durch unterschiedliche Gebäudebreiten, wechselnde Gebäude- und Attikahöhen sowie die unterschiedliche Material- und Formensprache. Harmonisch ausgewählte Fassadenmaterialien sorgen für ein ganzheitliches Erscheinungsbild. 

 

Ein Grundtypus, der individuelle Interpretationen zulässt 

Mit einem klaren Gestaltungsraster, das eine hohe Variabilität garantiert, reagieren die fünf Stadthäuser und ein Eckhaus von Baumschlager Eberle Architekten auf die sich wandelnden Wohn- und Arbeitsbedürfnisse. Die Architektur entsteht über die Abwandlung des Grundtypus, über das Spiel mit offenen und geschlossenen Flächen. Auf Grundlage des Rasters entscheiden die Nutzer frei, ob die Räumlichkeiten offen gestaltet oder Zonierungen vorgenommen werden.    

Die Merkmale

Ein zentraler Erschließungskern unterstützt die hohe Variabilität der Häuser. Dabei ist die allgemeine Grundrisstypologie so angelegt, dass die Privatheit der Nutzungen mit den Etagen zunimmt. Geschützte Loggien und Dachterrassen erhöhen die Aufenthaltsqualität im Außenraum, Privatgärten auf der Hofseite schließen unmittelbar an die halböffentlichen Gemeinschaftsflächen an.

Das äußere Erscheinungsbild ist ruhig und zurückhaltend gestaltet, schlicht und elegant zugleich. Durch die tiefen Laibungen und vorstehenden Sohlbänke entsteht auf der Fassade ein Schattenspiel; es sorgt für zusätzliche Lebendigkeit und verleiht der Fassade, je nach Tageszeit, eine stetig wechselnde Anmutung.

 

Klassische Zonierung, moderne Urbanität

Eine klassische Zonierung der Stadthäuser in Sockelgeschoss, Mittelzone mit Beletage und das zurückgezogene Staffelgeschoss machen die Gebäude lesbar und verdeutlichen die moderne Interpretation einer historischen Wohntypologie. Dabei korrespondiert die Qualität der Wohngebäude mit der aufwendigen Konzeption der Freiräume, die den Verkehr weitgehend in die Tiefgarage verbannt und die moderne Urbanität des Quartiers hervorhebt.                            

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